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Schnitzel & Pommes sind Spitzenreiter in Deutschlands Hochschulmensen
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Berlin. Holger Stromberg war beeindruckt und verwundert zugleich. Im aktuellen DSW-Journal des Deutschen Studentenwerks (DSW) berichtet der Koch der deutschen Fußball-Nationalmannschaft davon, wie er einige Tage beim Studentenwerk München für mehrere Tausend Studierende gekocht hat: „Die Köche in der Mensa haben sehr, sehr frisch und sogar sehr gut gekocht, dazu noch schnell und preiswert.“ Für Preise von 1,20 bis 4,80 Euro ein „Essen auf den Teller zu zaubern, das ist schon eine Kunst für sich.“ Gewundert hat sich Stromberg laut DSW-Journal über das Verhalten der studentischen Kundschaft: „Von den Studenten gab es keinen Respekt, keinen Dank. Es fand überhaupt keine Kommunikation statt.“ Strombergs Reaktion: Er holte sich ein Megafon und sagte: „Wenn du mein Essen haben willst, schaust du mich an, du schaust mein Essen an und denkst darüber nach, was du hier auf dem Teller hast.“
Wie das Deutsche Studentenwerk in der gleichen Ausgabe seines DSW-Journals schreibt, unterscheidet sich das Essverhalten von Studierenden nicht von jenem der Gesamtbevölkerung. Absolute „Renner“ in den rund 740 Mensen und Bistros der 58 Studentenwerke seien Schnitzel & Pommes. Jährlich würden die Studentenwerke 11,7 Millionen Schnitzel sowie 2,7 Millionen Kilogramm Pommes frites zubereiten. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Studierenden stehen auch Nudeln, Currywurst, Salat und Fisch.
Das Deutsche Studentenwerk sieht auch einen „klaren Gegentrend zu Schnitzel & Co.“ Inzwischen würden in den Küchen der Studentenwerke jährlich 10,8 Millionen Tomaten, 2,6 Millionen Salatköpfe oder 2,5 Millionen Bananen verarbeitet; die Studentenwerks-Mensen begegnen mit Salatbars, viel Gemüse, Geflügel und Fisch der Nachfrage nach gesundheitsbewusster Ernährung. 45 Studentenwerke bieten inzwischen in mehr als 140 Mensen Bio-Essen an, Tendenz steigend. Beliebtestes Getränk der angehenden Akademiker ist der Kaffee; davon trinken die Studierenden im Jahr zehn Millionen Liter.
(Quelle: Deutsches Studentenwerk)
Link: Das vollständige Interview mit Holger Stromberg und der Artikel „Wer isst was?“ im DSW-Journal 1/2009 zum Download
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